Landesliga: Trainer will Punkt gegen Ettmannsdorf

Wer hätte das gedacht: der Sportverein Raigering kann am Samstag (16 Uhr) locker in die Partie gegen den Sportclub Ettmannsdorf gehen. Der Gegner dagegen steht gewaltig unter Druck. Überraschend hat der SCE nur sechs Punkte auf seinem Konto und steht damit auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Dabei wollten die Gäste die verkorkste vergangene Saison vergessen machen. Nur eine starke Rückrunde rettete die Schwandorfer Vorstädter vor dem Abstieg. Eine weitere Zittersaison war an sich nicht geplant. Mit dem Ex-Raigeringer Coach Thorsten Baierlein kam ein neuer Trainer. Die sportliche Leitung bekam mit Teammanager Bernd Heinisch ein neues Gesicht. Und zum Kader stießen sieben neue Akteure. Doch es ging gleich wieder mit einer Negativserie und drei Niederlagen los. Der Sieg gegen den aktuellen Tabellenführer Waldkirchen war nur eine kurze Erfolgsepisode. Ohne Sieg ging es weiter bis zum Tiefpunkt mit einer indiskutablen Leistung im Derby gegen den 1. FC Schwarzenfeld.

Die Unruhe im Verein lässt sich auch in den beiden kurzfristigen Transfers ablesen. Für den Sturm wurde Dominik Siebert von der DJK Gebenbach verpflichtet und für das Tor holten die Ettmannsdorf von Ligakonkurrent SV Donaustauf Keeper Daniel Hanke. Sollte der Sportclub die heutige Partie beim SVR vergeigen, betrage der Rückstand auf die Panduren bereits sechs Punkte. Diese Ausgangslage macht es für Raigering etwas leichter. Cheftrainer Martin Kratzer wäre somit schon mit einem Unentschieden zufrieden. „Dennoch wollen wir es dem Gegner schwer machen und die Unsicherheit im Team für eine weitere Überraschung ausnutzen“.

Der Sieg beim TSV Bad Abbach am letzten Wochenende ist zweifelsohne als nicht erwarteter Sieg in der Chronik zu verzeichnen. Der Auftritt der Raigeringer war gut, analysierte Martin Kratzer, wobei er nicht verhehlte, das die Panduren bei einigen Chancen der Abbacher Glück hatten. Der SVR erspielte sich aber auch Einschussmöglichkeiten und vorallem zeigte das Team, dass mit erfolgreichen Standards ebenfalls Spiele gewonnen werden können. „Dieser Sieg bei einer starken Mannschaft gibt weiteres Selbstvertrauen“, weiß Kratzer. Dazu trug auch Sebastian Erras bei. Obwohl er sich gerade auf den Berlinmarathon vorbereitet, sprang er ein und bot eine tolle Leistung.
 
 

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