Sebastian Binner coacht Panduren

 Der 33-Jährige beerbt im Sommer Martin Kratzer in Raigering.

Hohe Kompetenz und Konzept sprachen für Binner Nur wenige Tage nach dem Jahreswechsel präsentiert die Vorstandschaft des SV Raigering einen Nachfolger für Martin Kratzer, von dem man sich nach fünf weitgehend erfolgreichen Jahren nach der laufenden Saison trennen wird.

Der Mann, der beginnend mit der Vorbereitung auf die Saison 2020/21 das sportliche Sagen haben wird und nach den Vorstellungen der neuen Abteilungsleitung um Max Kammerer (ab März im Amt) „frischen Wind“ in die Crew des Bezirksligasechsten bringen soll, heißt Sebastian Binner, aktuell noch Chefanweiser beim benachbarten SSV Paulsdorf.

Die „Macher“ beim Sportverein hatten einige hochqualifizierte Anwärter auf ihrem Zettel stehen. Die Wahl fiel nun auf Binner, dessen fachlich hohe Kompetenz ein großer Pluspunkt war. Und zudem hätte das Konzept, welches er den Verantwortlichen in einem Gespräch darlegte, letztlich den Ausschlag zu seinen Gunsten gegeben, wie der designierte Abteilungsleiter Max Kammerer erklärt. Auch Binners Tätigkeit als DFB-Jugend-Stützpunkttrainer spielte bei der Verpflichtung eine große Rolle, denn „sie passt sehr gut in unsere Zielsetzung der nächsten Jahre, wo wir viele junge Spieler unserer gut organisierten Jugendabteilung bestmöglich in den Herrenbereich integrieren wollen.“

Ein weiterer Punkt, der für Binner spricht ist, dass er den „Stallgeruch“ beim SVR sehr gut kennt. Bestens mit dem Umfeld des SVR vertraut, trägt er quasi selbst das ,Panduren-Gen’ in sich, wie Kammerer betont. So hatte Sebastian Binner das Fußballspielen beim SV Raigering erlernt, ehe er an den Valznerweiher in die Jugend des 1. FC Nürnberg wechselte. In dieser Zeit gehörte er auch zum Kader der Bayernauswahl. Eine schwere Verletzung warf Binner dann allerdings zurück und verhinderte vielleicht sogar den späteren Sprung in den Profibereich. So kehrte er als junger Erwachsener wieder „nach Hause“ zu seinem Heimatverein zurück, wo er in den folgenden Jahren zu einem absoluten Leistungsträger heranreifte. Mit der „Ersten“ feierte er den Aufstieg in die Bezirksoberliga, danach schlug jedoch erneut das Verletzungspech zu. Eine schwere Kreuzbandverletzung zwang ihn praktisch, erst einmal mit dem Fußballspielen aufzuhören, worauf er sich 2012 entschied, eine Karriere als Coach zu starten. Nach der ersten Station bei der zweiten Mannschaft des SVR, führte ihn sein Weg zu den SF Ursulapoppenricht, die er vier Spielzeiten betreute. Es folgte eine Saison bei der U17 des FC Amberg, ehe der B-Lizenz-Inhaber beim SSV Paulsdorf anheuerte, den er drei Jahre betreute. Hier schaffte er bereits im ersten Jahr mit einem jungen Kader den Aufstieg in die Bezirksliga.

Unterstützung erfährt Binner in Raigering von seinem Vater Alfons, der sich wie bisher als Torwarttrainer zur Verfügung stellt. Bei der Kaderzusammenstellung für die kommende Saison wird der neue Chefcoach bereits mit beteiligt.

https://www.fupa.net/berichte/sv-raigering-sebastian-binner-coacht-panduren-2601912.html – Bericht aus Fupa.net